06.03.2026 - 19:41 Uhr
Franz Fischer
Nr. 9308
263

Polizeipräsidium Ulm intensiviert Maßnahmen gegen die Raser- und Poserszene

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(Ulm) - Nach einer besorgniserregenden Serie von schweren Verkehrsunfällen im vergangenen Jahr verschärft das Polizeipräsidium Ulm den Kontrolldruck auf die Raser- und Poserszene. Um die Sicherheit auf den Straßen nachhaltig zu erhöhen, wurde die Ermittlungsgruppe Posing eingerichtet.

Die Arbeit der Polizei richtet sich gezielt gegen Personen, die den öffentlichen Verkehrsraum als Bühne für gefährliche Selbstdarstellung missbrauchen. Hierunter fallen illegale Kraftfahrzeugrennen, gefährliche Fahrverhalten, wie Driften, Lärmbelästigungen durch technische Veränderungen und illegale Fahrzeugtreffen.

Es geht um jene kleine Gruppe, die durch massives Fehlverhalten die Sicherheit und Ruhe der Allgemeinheit gefährdet. „Wer den Straßenverkehr zur Rennstrecke umfunktioniert, muss mit der vollen Härte des Gesetzes und der Beschlagnahme seines Fahrzeugs und Führerscheins rechnen“, so der Leiter der Schutzpolizeidirektion, Leitender Polizeidirektor Wolfgang Gerke.

Dieser Ansatz hat sich bereits in den ersten Monaten bewährt. So konnten seit Oktober 2025 insgesamt 23 Ermittlungsverfahren wegen illegalen Kraftfahrzeugrennen eingeleitet werden, 16 Pkw aus dem Verkehr gezogen und sechs Führerscheine beschlagnahmt werden.

Auch Fahrzeugführende, die an nicht angemeldeten illegalen Carmeets teilnehmen und dazu beitragen, dass es zu massiven Verkehrsbehinderungen, Müllablagerungen und Fahrzeuglärm kommt, müssen mit harten Konsequenzen rechnen.

Auf Organisatoren solcher Treffen können Gebührenbescheide in Höhe von mehreren tausend Euro zukommen.

Bürgerinnen und Bürger sollen jederzeit „auffällige“ Fahrzeuge oder Verkehrsteilnehmer über die hierfür eingerichtete E-Mail-Adresse ulm.pp.poser@polizei.bwl.de melden können. Hinweise mit Tag, Uhrzeit, Ort, Kennzeichen, Farbe und Typ des Fahrzeugs und/oder einer Beschreibung des auffälligen Verhaltens können mitgeteilt werden. Natürlich nimmt die Polizei diese Hinweise auch telefonisch unter (07 31) 1 88 - 0 oder persönlich entgegen. Sollte das Einschreiten der Polizei zeitlich dringend sein, ist eine telefonische Kontaktaufnahme sinnvoll.


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