27.05.2024 - 23:38 Uhr
Franz Fischer
Nr. 8618
966

Spediteure fordern Einsatz der Lkw-Maut für Umrüstung auf fossilfreie Antriebe

(Berlin) - Branchenverbände der Speditions- und Logistikbranche fordern nach einem Treffen im Bundeskanzleramt, dass die Einnahmen aus der CO2-basierten Lkw-Maut zur Förderung fossilfreier Antriebe verwendet werden. Die Bundesregierung hingegen plant, die Gelder in den Ausbau des Schienenverkehrs oder in einen Infrastrukturfonds zu investieren. 

Die CO2-basierte Lkw-Maut, die am 1. Dezember 2023 eingeführt wurde, generiert erhebliche Mehreinnahmen. Diese sollen nach Ansicht der Spediteure nicht nur in allgemeine Infrastrukturmaßnahmen fließen, sondern gezielt den Umbau der Lkw-Flotten auf umweltfreundlichere Antriebe unterstützen. Konkret soll die Regierung die Branche mit den Mehreinnahmen bei der Anschaffung elektrisch oder mit Wasserstoff betriebener Nutzfahrzeuge fördern. Auch der Ausbau von Ladeinfrastruktur soll mit den Mitteln vorangetrieben werden.

Bereits für das Haushaltsjahr 2025 fordern die Verbände, dass die bis 2027 kumulierten Mehreinnahmen von 30 Milliarden Euro in die klimafreundliche Transformation des Straßengüterverkehrs zurückfließt. Die Regierung will die Gelder lieber für den Schienenverkehr verwenden oder in einen Infrastrukturfond stecken, über den auch der ÖPNV finanziert werden könnte.

Nach europäischem Recht ist die Lkw-Maut vorrangig für den Verkehrsträger Straße zu verwenden. Daran halten sich Verantwortliche in Deutschland immer weniger.


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