20.03.2023 - 18:18 Uhr
Franz Fischer
Nr. 8171
730

Weltklimarat rät Wälder und Moore zu schützen

(Interlaken) – Der am Montag veröffentlichte neue Synthesebericht des Weltklimarates IPCC zeigt nach eigenen Angaben machbare und wirksame Möglichkeiten auf, Treibhausgas-Emissionen zu mindern. Der IPCC-Vorsitzende Hoesung Lee sagte mit Blick auf die Politik: „Die Durchsetzung wirksamer und gerechter Klimamaßnahmen verringert nicht nur Verluste und Schäden für Natur und Mensch, sondern bringt weitere Vorteile mit sich.“


Emissionen weltweit gestiegen
Der sogenannte Synthesebericht zum Sechsten Sachstandbericht wurde von 195 Mitgliedsländern auf einem Treffen in Interlaken in der Schweiz einstimmig verabschiedet. Die Herausforderung, das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen, hält der IPCC für „beispiellos“. Sie ist noch größer geworden, weil in den vergangenen fünf Jahren die klimaschädlichen Emissionen auf der Erde weiter angestiegen sind.


Drastische Emissionsminderung gefordert
Nun müssten die klimaschädlichen Emissionen in allen Sektoren „tiefgreifend, schnell und nachhaltig“ gesenkt werden. Auf welchem Niveau auch immer müsse der Temperaturanstieg gestoppt und das System stabilisiert werden. Dazu seien „drastische Emissionsminderungen“ bis 2030 notwendig. Aktuell habe sich die Erde auf 1,1 Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Niveau erwärmt.


Menschen sollen ihre Lebensweise tiefgreifend ändern
Im Zentrum wirksamen Klimaschutzes sieht der Weltklimarat urbane Räume: Wenn sich Menschen anders ernähren und fortbewegen, anders wohnen und heizen und auch anders produzieren, würde das auch ihre Gesundheit und Wohlbefinden verbessern. Würden die Menschen überdies verstehen, was übermäßiger Konsum verursacht, könnten sie fundiertere Entscheidungen treffen.


Wälder aufforsten und Moore schützen
Die Wissenschaftler betonen mögliche Synergien von Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen. Zum Beispiel können Pläne zur Aufforstung von Wäldern und Wiedervernässung von Mooren, die als CO2-Senken dienen, mit Plänen zu Hochwasser- Retentionsflächen und Naherholungsräumen verbunden werden. Auch nützte der Zugang zu sauberer Energie und Technologien der Gesundheit von Frauen und Kindern.


Mehr Geld für den Klimaschutz gefordert
Beschleunigte Klimamaßnahmen würden nur möglich sein, wenn die Finanzmittel vielfach erhöht werden. Die Regierungen müssten mit öffentlicher Finanzierung klare Signale an Investoren senden. Investoren, Zentralbanken und Finanzaufsichtsbehörden könnten ihren Teil beitragen. Wenn Technologie, Know-how und geeignete politische Maßnahmen genutzt und angemessene Finanzmittel bereitgestellt werden, könne jede Gemeinschaft den kohlenstoffintensiven Verbrauch reduzieren oder vermeiden.


  0 Kommentare

Kommentar schreiben

Abbildung
(Ravensburg) - Ein Leichtverletzter und ca. 500 Euro Sachschaden ist die Bilanz eines Verkehrsunfalls, der sich am Freitagabend gegen 20.50 Uhr an der Kreuzung der Jahnstraße mit der Schussentalbrücke in Ravensburg ereig...
Abbildung
(Biberach) - Am Donnerstag musste die B 30 bei Biberach in Fahrtrichtung Ulm nach einem Unfall für mehrere Stunden gesperrt werden. Die Ursache war ein Reifenplatzer an einem Lkw, der dadurch gegen einen Skoda stieß. Der...
Abbildung
(Hochdorf) - Am Montag führte die Polizei Geschwindigkeitsmessungen bei Hochdorf durch. Dabei mussten drei Fahrende beanstandet werden. Einer davon fuhr mit über 160 km/h durch die Messstelle.Zwischen 23 Uhr und Mitter...
Abbildung
(Ravensburg) - Das Regierungspräsidium hat im vergangenen Jahr Instandsetzungsarbeiten an der B 30 Anschlussstelle Ravensburg-Süd durchführen lassen. Neben der Bauwerksinstandsetzung wurde die Einmündung von der B 30 z...
Abbildung
(Baustetten) - Am Samstagmorgen verunfallte eine 37-jährige auf der B 30 zwischen Laupheim und Biberach.Gegen 08.30 Uhr befuhr die 37-jährige Opelfahrerin die B 30 von Laupheim in Richtung Biberach. Nach einer Baustell...
Abbildung
(Meckenbeuren) - Turnusgemäß befasste sich der Gemeinderat Meckenbeuren bereits in seiner Aprilsitzung mit dem Lärmaktionsplan. Das Büro Rapp ermittelte die Lärmbelastungen, die Wolfgang Wahl dem Gemeinderat vorstellt...