01.01.2015 - 00:00 Uhr
Franz Fischer
Nr. 4834
994

Land will Straßen billiger bauen

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(Stuttgart) - Das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur hat sich das Ziel gesetzt, die Kosteneffizienz im Straßenbau zu verbessern. In den vergangenen drei Jahren wurde das Thema Standards im Straßenbau deshalb intensiv diskutiert. Workshops mit externen Experten wurden durchgeführt und der Dialog mit den verschiedenen Ebenen der Straßenbauverwaltung gesucht. Klar war dabei von Anfang an, dass ein Mix von Lösungsansätzen benötigt wird, um jeweils kosteneffiziente Lösungen zu finden.

Gisela Splett MdL, Staatssekretärin im Ministerium für Verkehrs und Infrastruktur, zeigte sich mit dem Ergebnissen der geführten Diskussionen zufrieden: "Mit der Umsetzung der Standards erreichen wir angepasste Lösungen und können so die zur Verfügung stehenden Mittel effizienter einsetzen, um den größtmöglichen Nutzen für das Gesamtnetz der Landesstraßen zu erzielen."

Aktuell zum Jahreswechsel hat das Ministerium für Verkehr und Infrastruktur konkrete Empfehlungen zu Standards in der Straßenplanung herausgegeben, die die vom Bund herausgegebenen Richtlinien für die Anlage von Landstraßen (RAL) für Landesstraßen konkretisieren. Wichtiges Kriterium für Aus- und Neubauvorhaben ist demnach die Verkehrssicherheit des Straßennetzes insgesamt. Im Sinne angepasster Lösungen ist die jeweilige Verkehrssituation maßgeblich für die Bestimmung der notwendigen Straßenbreite. Bei geringer Schwerverkehrsbelastung können schmale Fahrbahnbreiten von 6 Metern ausreichend sein. Insgesamt wird im Einführungserlass des Ministeriums zur RAL der Ermessensspielraum der Planer betont. "Wir brauchen kompetente MitarbeiterInnen in der Straßenbauverwaltung, um angepasste Lösungen zu finden und kosteneffizient zu bauen", betonte Staatssekretärin Gisela Splett.

Im Bereich der Neubauplanung werden außerdem wesentliche Verbesserungspotenziale bei der Erarbeitung der Planungsgrundlagen in einem frühen Planungsstadium gesehen. Deshalb werde für Neuplanungen die Beschreibung der Bestandssituation zukünftig breiter angelegt. Ziel sei es, bestehende verkehrliche Defizite genauer zu beschreiben und so bessere Planungslösungen zu finden. Dieses Vorgehen unterstütze auch die Forderungen nach größtmöglicher Transparenz und Nachvollziehbarkeit im Planungsprozess.

Weichenstellungen für Kosteneinsparungen im Straßenerhalt wurden bereits in den vergangenen zwei Jahren vorgenommen. Erhebliche Potentiale für Kosteneinsparungen liegen hier in der Anwendung neuer Techniken wie Recycling-Sonderbauweisen. Aber auch eine verbesserte Schadensanalyse, die sachgerechte Straßenunterhaltung sowie der Einsatz der Erhaltungsmittel nach Dringlichkeit entsprechend einer landesweit durchgeführten Priorisierung helfen, die zur Verfügung stehenden Mittel zielgerichtet einzusetzen.

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