11.01.2013 - 23:59 Uhr
Franz Fischer
Nr. 3893
587

Polizei und Sachverständige arbeiten Spurenlage auf

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(Gögglingen) - In akribischer Kleinarbeit arbeiten die Polizei und Verkehrssachverständige nach dem schweren Unfall auf der B 30 an der Aufklärung. In der Neujahrsnacht waren drei Menschen getötet und 13 weitere teils schwer verletzt wurden. Nach Angaben eines Sprechers der Ulmer Polizei wird mit wissenschaftlichen Methoden und mit Hilfe hoch entwickelter Computerprogramme berechnet, welche Rolle jedes einzelne der insgesamt zwölf beteiligten Autos bei der Massenkarambolage auf der B 30 bei Gögglingen gespielt hat.

"Wer hat wen wann und wo getroffen? Die Spurenlage gleicht einem Scherbenhaufen, den wir nun nach und nach wieder zusammenfügen müssen", so die Polizei. Mehrere Polizeibeamte und die Spezialisten eines Sachverständigenbüros werden noch einige Wochen damit beschäftigt sein, den Hergang des Unfalls zu rekonstruieren. Die Frage, welche Rolle der dichte Nebel spielt, der zum Unfallzeitpunkt auf dem Streckenabschnitt geherrscht hat, sei von zentraler Bedeutung. "Vor Gericht wird es um die Frage gehen, wie schnell man unter den gegebenen Umständen hätte fahren dürfen."

Bei dem Unfall waren zwei 80-jährige Eheleute aus Ulm und ein 20-jähriger Mann aus Bad Buchau getötet worden. Sie waren nach ersten Erkenntnissen der Polizei von mindestens einem nachfolgenden Auto erfasst worden, nachdem sie aus ihren eigenen Fahrzeugen bereits ausgestiegen waren. An der Unfallstelle waren die Überreste eines Rollstuhls gefunden worden. Die Polizei will weder bestätigen noch dementieren, dass dieser der getöteten 80 Jahre alten Ulmerin gehört hat.

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