23.05.2012 - 23:59 Uhr
Franz Fischer
Nr. 3636
1.330

Bundestagswahl 2013: CDU-Kandidaten stellten sich vor

Abbildung
(Bad Waldsee) - Der Bundestagswahlkampf 2013 hat bei den Christdemokraten am Donnerstag begonnen. Am Ende der diesjährigen Hauptversammlung des CDU-Ortsverbands Bad Waldsee folgte die Vorstellung der Kandidaten. Fünf der sechs Konkurrenten waren ins Foyer der Stadthalle gekommen, um bei der Parteibasis von Bad Waldsee und der Umgebung für sich zu werben: Dr. Andreas Schockenhoff, Mandatsinhaber seit 1990, Eugen Abler aus Bodnegg, Axel Müller aus Weingarten, Oswald Metzger aus Ravensburg und Hans-Jörg Leonhardt aus Wangen. Der sechste Kandidat, Alexander Miele aus Ravensburg, war vom Ortsverband nicht eingeladen worden. Miele hatte dennoch am Abend telefonisch bei Leonhardt und Müller versucht eine Mitfahrgelegenheit zu ergattern. Doch vergeblich.

Dr. Andreas Schockenhoff sagte: "Politik ist ein Mannschaftsspiel". Gemeinsam mit den Menschen im Wahlkreis habe er erreicht, dass in keinem anderen Kreis so viele Straßenbauprojekte verwirklicht worden seien. Als zentrales künftiges Projekt nannte er die Aufnahme der B 30 bei Gaisbeuren in den Bundesverkehrswegeplan 2015. Dafür sei sein politisches Gewicht in Berlin wichtig. Als Beispiel dafür nannte er die Elektrifizierung der Südbahn, deren Hochstufung erst durch ein Sechs-Augen-Gespräch mit Volker Kauder und Peter Ramsauer zustande gekommen sei.

Hans-Jörg Leonhardt nannte den Mittelstand mit seinem Fleiß, Mut und Innovationen sowie die Landwirte Stützen der Gesellschaft. Er sprach sich für eine wirksame Wirtschaftsförderung aus, etwa für eine Verbesserung der Verkehrssituation auf den Bundesstraßen 30, 31, 32 und für die Elektrifizierung der Südbahn.

Axel Müller beschrieb sich als Aktivposten der CDU, der das C im Namen lebe. Sein Ziel seien vierteljährliche Wahlkreiskonferenzen um wieder mehr eigene Themen zu setzen und dadurch als Partei wieder mehr Profil zu gewinnen. Er wolle dagegen ankämpfen, dass der ländliche Raum ins Hintertreffen gerate. Bei den Straßen, Schienen und Datennetzen. Konkret sagte er zur B 30 vor Ort: "Gaisbeuren braucht die Tunnellösung". Er sprach sich aus für einen ausgeglichenen Haushalt, für dezentrale Krankenversorgung und dafür, mit der Ressource Boden sorgsam umzugehen.

Eugen Abler sagte, dass der Ruf nach dem Staat zu präsent sei. Neue Schulden zu machen sei "hochgradig unsolide". Abler nannte die 20.000 Abtreibungen pro Jahr eine "gesellschaftliche Katastrophe". Sein Ziel sei es, wieder Vertrauen aufbauen. Mit solider Arbeit vor Ort, durch Bürgernähe zu den kleinen Leuten, die die Mehrheit bildeten.

Oswald Metzger verwies auf seine Zeit als Grünen-Abgeordneter für den Wahlkreis von 1994 bis 2002. Er sprach sich gegen das Betreuungsgeld aus. Als Finanzexperte ärgere ihn, dass beim Länderfinanzausgleich Baden-Württemberg mit Bayern und Hessen die einzigen Geberländer sind. Und er sprach sich entschieden dagegen aus, dass Deutschland im Euro-Verbund für die Schulden anderer Länder aufkommen solle. "Alltag heißt, bei den Leuten zu sein". Das wolle er im Wahlkreis vor Ort tun.

  0 Kommentare

Kommentar schreiben


Abbildung
(Friedrichshafen) - Ein stark alkoholisierter Autofahrer hat in der Nacht zum Mittwoch mehrere Unfälle verursacht und Sachschaden von über 20.000 Euro angerichtet.Der 44-jährige polnische Staatsangehörige stieß kurz v...
Abbildung
(Gaisbeuren / Reute) - Bei Verkehrskontrollen am Donnerstagvormittag in Bad Waldsee-Reute und Bad Waldsee-Gaisbeuren haben Beamte des Polizeireviers Weingarten 16 Verkehrsverstöße gebührenpflichtig geahndet. Ein Dutzend...
Abbildung
(Bad Waldsee) - Sachschaden von schätzungsweise über 30.000 Euro ist am Donnerstagmorgen bei einem Auffahrunfall auf der B 30 an der Anschlussstelle Bad Waldsee-Süd entstanden. Ein 61 Jahre alter BMW-Fahrer übersah kur...
Abbildung
(Bonn) - Die im Bundesverkehrswegeplan 2030 aufgeführten Projekte werden deutlich teurer als ursprünglich kalkuliert. Der Bundesrechnungshof, die Grünen und Umweltverbände fordern deshalb, die Vorhaben stärker zu prio...
Abbildung
(Friedrichshafen) - In Friedrichshafen soll das Tempolimit auf zahlreichen Hauptverkehrsstraßen von 30 auf 40 km/h angehoben werden. Hintergrund sind Probleme mit den Rettungszeiten der Feuerwehr und Verspätungen im Stad...
Abbildung
(Bad Waldsee) - Das Regierungspräsidium Tübingen lässt seit Dienstag, 6. Oktober 2026, ein Monitoringsystem am Urbachviadukt der B 30 bei Bad Waldsee installieren. Das Monitoringsystem dient der Überwachung des verbaut...